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(Durchs) Objektiv betrachtet

Das Kamikaze-Eichhörnchen und andere Gäste

Der Garten hinter meinem Haus … Also die Fläche hinter meinem Haus überlasse ich weitestgehend sich selbst. Ich bin eh nicht so der Typ englischer Zierrasen und Edelstauden. Es hat sich im Laufe der Jahre ein uriges Stück Natur entwickelt. Dieser kleine Dschungel hat zwei gewaltige Vorteile. Zunächst ist er ausgesprochen pflegeleicht. Außer einem Motorsägen- und Motorsensen-Massaker ein bis zwei Mal im Jahr tendiert der Pflegeaufwand gegen Null. Der größte Vorteil aber ist:

Der Garten ist voller Leben

Schmetterlinge und allerlei Insekten finden dort Schutz und Nahrung. Im Frühjahr zur Balzzeit singt mir eine Nachtigall schon seit vielen Jahren immer wieder die schönsten Schlaflieder. Aber auch allerlei andere Vogelarten von klein und zart bis groß und dicklich fliegen durch Dickicht. Im Walnussbaum ist mindestens ein Nest versteckt und ich höre das leise Fiepsen des gefiederten Nachwuchses. Igel fühlen sich geborgen und finden ein Quartier im Winter. Nachbars Katzen streifen ab und an durch den Garten und wenn sie das tun, macht die Nachtigall sofort eine Sängerpause. Und einen ebenfalls regelmäßigen Gast habe ich Euch mit dem Aufmacherbild dieses Blogbeitrages vorgestellt:

Das Kamikaze-Eichhörnchen

Ich nenne diesen kleinen Klettermaxe das „Kamikaze-Eichhörnchen“. Warum? Nun ganz einfach. Dieses kleine Kerlchen – wobei ich denke, dass sich da eine kleine Eichhörnchenfamilie in meinem Garten ein Stelldichein gibt – springt regelmäßig von Dach meines Hauses über eine Strecke von circa zwei Metern in meinem Walnussbaum. Ich vermute, dass das Eichhörnchen in meinem Vorgarten im Kirschbaum hochklettert und so auf das Dach gelangt, denn der Baum berührt das Dach. Dann springt es – vielleicht mit Anlauf – mit dem beschriebenen Riesensatz auf einen Ast des Walnussbaumes und kleitert weiter. Das geschieht genau auf Höhe meines Bürofensters. Und durch die Arbeit im Homeoffice wegen Corona wurde ich eines Tages Augenzeuge dieses Stunts. Und seit dem geschieht das immer mal wieder. Und diese Luftakrobatik hat dem Eichhörnchen bei mir eben seinen Spitznamen eingebracht.

Zahlreiche Vögel bewohnen meinen Garten.

Das schöne an meiner Wildnis ist, dass ich all dieses lebhafte Treiben wunderbar fotografieren kann. Die Bilder hier habe ich gemacht, während ich heute Nachmittag nach dem Frühdienst auf meiner Terrasse saß und leise Jazz gehört habe. Ich habe meine Nikon D750 geholt, das AF-P Nikkor 70-300mm 1:4.5-5.6E ED VR  drauf geschraubt und mit einer hohen ISO-Zahl fotografiert, damit ich die doch meist recht schnellen Bewegungen einfrieren kann.

Und dann musste ich nichts weiter machen als warten. Und das nicht einmal lange. Und obwohl man schnell zielen und abdrücken muss, bin ich erstaunt, wie treffsicher und rasend schnell die Nikon D750 mit dem Telezoom drauf hier den Fokus setzt und vor allem trifft. Das Eichhörnchen war vielleicht 5 oder 6 Meter weg von mir und der Vogel saß in circa acht Metern Entfernung in den Zweigen meines Walnussbaumes. Draufhalten und abdrücken und das mit dem Autofokusmodus „kontinuierlich“.

Ob ich das „Kamikaze-Eichhörnchen“ wohl irgendwann mal im Flug mit der Kamera erwische. Wenn man nur vorher wüsste, wann der Klettermaxe kommt und springt …

  • Blende: ƒ/8
  • Kredit: Andreas Lerg
  • Kamera: NIKON D750
  • Aufgenommen: 24 Juni, 2020
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 300mm
  • ISO: 3200
  • Verschlusszeit: 1/160s

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Thema von Anders Norén

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