Landschaft muss nicht immer bunt sein

Januar 28, 2020 Bildbearbeitung, Nikon D750

Am Wochenende (24. bis 26. Januar 2020) war ich in Bad-Nenndorf bei Hannover auf einer Tagung. Die Landschaft da oben in Nieder-Sachsen ist vor allem eines: flach! Ich war um die Mittagszeit eine Runde spazieren und es war recht nebelig. Ich hatte meine Kameraausrüstung dabei und habe mir deshalb die Nikon D750 mit dem Nikkor 50 Millimeter 1:1,8 D drauf um den Hals gehängt. Unterwegs habe ich dann das eine oder andere Foto von diesen flachen und großen Ackerflächen gemacht. Ich fand die symmetrischen Spuren der Saatreihen und Traktorreifenabdrücke ganz interessant. Eines der Bilder habe ich mir dann heute mal vorgenommen und bearbeitet. Hier ist zunächst das Foto vollkommen unbearbeitet, wie es als RAW-Datei aus der Kamera kam.

So vollkommen unbearbeitet sieht dieses „Landschaftsbild im Nebel“ recht langweilig und fade aus.
  • Blende: ƒ/8
  • Kredit: Andreas Lerg
  • Kamera: NIKON D750
  • Aufgenommen: 24 Januar, 2020
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 50mm
  • ISO: 200
  • Verschlusszeit: 1/50s

Sieht doch eigentlich langweilig aus, flaue dustere Farben und so richtig spektakulär wie eine Berg- oder Küstenlandschaft ist es auch nicht. Man sieht aber eine „bearbeitete“ Landschaft, denn es handelt ich ja um einen bearbeiteten Acker mit langen, fluchtenden Linien darauf.

Ich habe dann erst Mal ordentlich an den Farben und Kontrasten gedreht, beherzt nachgeschärft und das Ganze auch bei der Sättigung und Dynamik stark aufgedreht. Hier das Ergebnis, dass schon fast etwas „überoptimiert“ ist. Aber dieses Optimierung war ja auch nur Teil eins der Bearbeitung des Bildes.

Ich habe kräftig an den Farben, Kontrasten etc. gedreht und es dabei bewusst etwas übertrieben, denn ich hatte nach dieser Optimierung noch eine weitere Bearbeitung im Sinn.

Farbbild in schwarzweiß umgewandelt

Dieses „Überkandidelte“ brauchte ich für den finalen Bearbeitungsschritt, denn ich habe das Bild dann in Schwarzweiß umgewandelt. Warum Du für Schwarzweißaufnahmen nie den Schwarzweiß-Modus einer Kamera nehmen, sondern immer ein Farbbild aus eine Kamera in der Nachbearbeitung umwandeln solltest, erkläre ich Dir ein anderes Mal.

Hier bei dem Bild habe ich dann nach dem Umwandlung in Schwarzweiß noch ein wenig an Kontrast & Co gearbeiet. Und dann habe ich mit einem Fotofilter-Effekt eine ganz leichte rotbraune Tönung eingestellt, damit das Bild einen Vintage-Look bekommt und nach einer alten, analogen Schwarzweiß-Aufnahme aus früheren Zeiten, also einem durch die lange Zeit gealterten Papierabzug aussieht. Hier das finale Ergebnis. Ist doch ganz gut, was man aus dieser auf den ersten Blick flauen und faden RAW-Aufnahme machen kann.

Hier nun alle drei Bilder beziehungsweise Ursprungsbild und die beiden Bearbeitungsschritte im direkten Vergleich.

Schwarzweißbearbeitung mit Vintage-Look
Schwarzweißbearbeitung mit Vintage-Look
Schwarzweißbearbeitung mit Vintage-Look
Farbearbeitung
Farbearbeitung
Unbearbeite aus der Kamera
Unbearbeite aus der Kamera
Acker bei Bad-Nenndorf

Die Bildbearbeitung habe ich wieder mit  Luminar 4 gemacht. Luminar 4 bietet auch für die Schwarzweiß-Bearbeitung zahreiche Funktionen und Optionen. Wenn Du Dir Luminar 4 mal anschauen willst, kannst Du unter dem Link oben auch eine Demo herunterladen. Wenn Dir die Software gefällt, kannst Du sie hier für Windows oder Mac kaufen. Das ist ein Affiliate-Link, mit dem Du mich unterstützen kannst, ohne dass es Dich etwas kostet. Im Gegenteil, denn mit meinem Promocode „LERGLICHTBILDERL4“ bekommst du Luminar 4 sogar noch 10 Euro günstiger.

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