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(Durchs) Objektiv betrachtet

Delfin im Hafen von Svendborg

Auf der vergeblichen Suche nach dem „Museums-Hafen“ waren wir gerade ziellos im Hafen von Svendborg durch den fiesen Nieselregen gestapft und schon ziemlich nass. Wir wollten gerade zum Auto zurück und gingen über eine Brücke, da platschte es neben uns im Hafenbecken laut hörbar und im Augenwinkel sah ich etwas großes aus dem Wasser empor schießen und wieder eintauchen.

Ein Delfin vergnügte sich dort im Wasser des Hafenbeckens und spielte sozusagen mit seinem Mittagessen, denn er hatte einen Fisch im Maul. Und den warf er ab und an in die Luft und fing ihr geschickt wieder auf. Schnell sammelte sich eine ganze Schar Möwen, die wohl darauf spekulierten, dem in dieser Region durchaus nicht heimischen Tümmler von dieser Mahlzeit etwas abluchsen zu können. Natürlich habe ich sofort die Kamera aus dem Rucksack geholt, das 70-300er war zum Glück schon drauf und das schwimmende Fotomodell hat uns nicht enttäuscht und uns eine tolle Show geboten.

Hinweis:
In der ursprünglichen Version dieses Beitrages habe ich von einen Schweinswal geredet, der in der Ostsee durchaus heimisch ist. Meine Recherche zwischendurch hat jedoch ergeben, dass es sich hier wohl tatsächlich um einen Delfin handelt. Sowohl die Größe des Tieres von über zwei Metern und die Form der Schnauze sprechen dafür. Schweinswale werden eher nur 1,60 Meter groß, wirken zierlicher und ihre Schnauze ist deutlich runder und ohne den hier in den Bildern erkennbaren, ausgeprägten „Absatz“.

Mittlerweile habe ich meine Sichtung auch dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund gemeldet, die eine Sichtungskarte betreiben und solche Meldungen annehmen.
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  • Blende: ƒ/5.6
  • Kamera: NIKON D750
  • Aufgenommen: 9 Dezember, 2019
  • Brennweite: 300mm
  • ISO: 800
  • Verschlusszeit: 1/160s

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Thema von Anders Norén

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