(Durchs) Objektiv betrachtet

Die Mondsichel über Bahnstrecke und Weinberg in Oppenheim. (Foto: Andreas Lerg)

Der Mond als Beifang

Welches Objekt jemand derzeit am nächtlichen Himmel zu fotografieren versucht, liegt vermutlich auf der Hand. Auch am Mittwoch, den 22. Juli, wollte ich natürlich Neowise nochmal fotografieren und das mit der Stadt Oppenheim als Kulisse im Vordergrund. Daraus wurde leider nichts, denn der Himmel war bewölkt und dieses Wolkenpack trieb sich genau in der Richtung und Höhe herum, in der C/2020 F3 aka „Neowise“ am Himmel steht. Aber eh das ich wieder meine Kamera einpacken musste, blinzelte auf einmal ein anderer und deutlich regelmäßigerer Gast am Nachthimmel durch eine Wolkenlücke. Na bitte, dann habe eben den Mond quasi als „Beifang“ mitgenommen. Das Setup war das übliche, bestehend aus dem AF-P Nikkor 70-300mmweiterlesen

Nikon Z5 mit Kir-Objektiv NIKKOR Z 24–50 MM 1:4–6,3 (Foto: Nikon)

Nikon Z5 – Attraktive Kamera mit nur einer Einschränkung

Juli 21, 2020 Uncategorized

Heute hat Nikon die Nikon Z5 angekündigt. Diese soll den Einstieg in das Z-System im Vollformat attraktiv machen und liegt damit zwischen der Nikon Z50 als APS-C-Kamera und der ebenfalls vollformatigen Nikon Z6. Ich habe mir die Ausstattung und technische Daten angesehen und muss sagen, Nikon macht fast alles richtig. Die eine Kleinigkeit, die Nikon nicht richtig macht, dazu später mehr, kommen wir zunächst zu dem, was Nikon richtig macht. Im Prinzip ist die Z5 eine minimal abgespeckte Z6, denn Nikon hat in die neue Kamera alles hinein gepackt, was gut, richtig, wichtig und von den Nutzern auch geliebt ist. Das beginnt beim stabilen und wetterfesten Gehäuse, das wie auchweiterlesen

Komet Neowise über dem Wartturm in Nierstein. (Foto: Andreas Lerg)

Neowise über dem Wartturm Nierstein

Nachdem am Freitagabend die Wolkendecke dicht war und ich spontan „Plan B fotografieren musste“ um nicht leer auszugehen, war es am gestrigen Samstag soweit. Wolkenlücken versprachen einen Blick auf den Kometen C/2020 F3, auch „Neowise“ genannt. Als Motiv für den Vordergrund hatte ich mir den Wartturm in Nierstein ausgesucht. Den passenden Standort hatte ich am Tag zuvor schon gefunden. Es ist ein Feldweg parallel zur „Kleinen Steig“ der Straße, die aus der Stadt hoch in Richtung Wartturm und Weinberge führt. Der Feldweg liegt hoch und bietet so einen guten Blick auf den Wartturm. Die Idee war, den Wartturm im Vordergrund des Bildes zu haben und den Kometen dahinter und darüber. Mitweiterlesen

Der Schlossturm in Schwabsburg. (Foto: Andreas Lerg)

Der Schlossturm in Schwabsburg – lass ihn kippen

Juli 19, 2020 Uncategorized

Eigentlich war ich am Freitag (17. Juli) abends losgezogen, weil ich auf Wolkenlücken spekuliert hatte. Ich hoffte, den Kometen C/2020 F3, auch „Neowise“ genannt vor die Linse zu bekommen und zwar in der Gemarkung Nierstein. Aber was soll ich sagen, wo tagsüber noch zwischen wenigen Wolken viel klarer Himmel zu sehen war, hatte es sich abends zugezogen und es war jetzt alles absolut dicht mit Wolken vollgepackt. Keine Chance zum Kometen-Schießen. Aber wenn ich jetzt schon einmal unterwegs war, dann wollte ich auch etwas fotografieren. Also bin ich nach Schwabsburg gefahren, um dort den Schlossturm, von manchen auch Rabenturm genannt, zu fotografieren. Und den Schlossturm müsste man korrekterweise Burgturm nennen, dennweiterlesen

C/2020 F3, auch "Neowise" genannt, über dem Taunus mit Nierstein im Tal im Vordergrund. (Foto: Andreas Lerg)

Auf der Jagd nach Neowise

Am Samstagabend, eigentlich eher Samstagnacht, war wir mit der Kamera in den Weinbergen mit Blick nach Nierstein. Wir? Nun ich habe mich mit Beate Fischer von Fotofischerei getroffen, denn wir hatten beide vor, den Kometen C/2020 F3, auch „Neowise“ genannt, zu fotografieren, wie wir im Austausch via Facebook Messenger festgestellt hatten. Warum also nicht zusammen losziehen und dieses seltene Himmelsereignis ins Visier nehmen und dabei ein wenig fachsimpeln. Das war ein sehr angenehmer Abend, denn normalerweise ziehe ich ja immer alleine los. Das Setup war das übliche, das auch für meine Fotos des Mondes zum Einsatz kommt. Also das AF-P Nikkor 70-300mm 1:4.5-5.6E ED VR auf meiner Nikon D750 und das Ganze natürlichweiterlesen

Das Windrad bei Wörrstadt habe ich gegen das "Restlicht" der untergegangenen Sonne fotografiert. (Foto: Andreas Lerg)

Windrad in der Abenddämmerung

Windräder in Rheinhessen gibt es mittlerweile in großer Zahl. Kritiker monieren, das im rheinhessischen Hinterland geradezu ein Wald von Windrädern steht. Diese umstrittenen Symbole der Energiewende geben durchaus auch gute Fotomotive ab. Und so bin ich am Dienstag, dem 7. Juli nach Wörrstadt gefahren, wo an der Autobahn A63 eine ganze Reihe von Windrädern stehen. Einige stehen relativ parallel nebeneinander und meine Idee war, diese zur goldenen Stunde, also im Sonnenuntergang zu fotografieren. Also habe ich meine  Nikon D750 mit wechselnden Objektiven – vom  AF-P Nikkor 70-300mm 1:4.5-5.6E ED VR über das Nikon 50mm 1.8 bis zum Yongnuo 35mm F2 – auf das Stativ gepackt und mich auf die Windräder eingeschossen. Auf dem Displayweiterlesen

Burgruine Landskrone zur Blauen Stunde

Endlich hat es geklappt! Endlich konnte ich die Burgruine Landskrone in Oppenheim zu Blauen Stunde fotografieren, also die Zeit der Dämmerung zwischen „Sonne weg“ und „ganz dunkel“. Laut der App Photopills, spannte sich dieser Zeitraum am Sonntagabend (28. Juni) von 22:05 bis 22:23 Uhr. wobei es noch etwas länger brauchbares „Büchsenlicht“ hatte und es erst ab 22:30 Uhr dann merkbar dunkel wurde. Dieses Mal war die Beleuchtung der Burgmauern endlich eingeschaltet. Und außerdem hatten wir einen halbwegs bewölkten Himmel, sodass eben dieser auch nicht einfach nur leer und langweilig war, sondern für einen guten Hintergrund und Inszenierung sorgte. Ich habe wieder Belichtungsreihen aufgenommen und zwar dieses Mal mit einer Abstufungweiterlesen

Der Kleine und oben drüber sozusagen der große Bruder. Ein Glückstreffer. (Foto: Andreas Lerg)

Glückstreffer – Das Segelflugzeug und der Große Bruder

Juni 25, 2020 Uncategorized

Kennt ihr dieses Geräusch, das moderne Segelflugzeuge machen, wenn sie durch die Lüfte zischen? Dieses leise Sirren oder Pfeifen? Gestern nachmittag saß ich auf meiner Terrasse und hatte die Kamera dabei. Eigentlich habe ich die Tiere fotografiert, die meinen Garten bevölkern. Da hörte ich genau dieses Geräusch. Ich habe die Kamera hochgerissen und da flog der Segler auch schon senkrecht über mich hinweg. Er tauchte über dem Walnussbaum auf und “zwei Schüsse“ später war er über dem Dach des Hauses verschwunden. Es waren Sekunden und die reichten wie gesagt gerade für zwei Auslösungen. Als ich danach die Bilder auf dem Display gecheckt habe, habe ich mich über diesen Zufalls- oderweiterlesen

Dieser Zaubgast besucht mich regelmäßig und ich glaube, es ist eine ganze Familie. (Foto: Andreas Lerg)

Das Kamikaze-Eichhörnchen und andere Gäste

Der Garten hinter meinem Haus … Also die Fläche hinter meinem Haus überlasse ich weitestgehend sich selbst. Ich bin eh nicht so der Typ englischer Zierrasen und Edelstauden. Es hat sich im Laufe der Jahre ein uriges Stück Natur entwickelt. Dieser kleine Dschungel hat zwei gewaltige Vorteile. Zunächst ist er ausgesprochen pflegeleicht. Außer einem Motorsägen- und Motorsensen-Massaker ein bis zwei Mal im Jahr tendiert der Pflegeaufwand gegen Null. Der größte Vorteil aber ist: Der Garten ist voller Leben Schmetterlinge und allerlei Insekten finden dort Schutz und Nahrung. Im Frühjahr zur Balzzeit singt mir eine Nachtigall schon seit vielen Jahren immer wieder die schönsten Schlaflieder. Aber auch allerlei andere Vogelarten vonweiterlesen

Mein „Spiegelreflex-Fuhrpark“ von früher bis heute. (Foto: Andreas Lerg)

Mal wieder so wie früher fotografieren

Juni 23, 2020 Uncategorized

Da liegt sie also auf dem Tisch, meine komplette „Spiegelreflex-Vergangenheit“, meine „Kamerageschichte“. Ich habe mal alle meine Schätzchen aus der Vitrine geholt. Und diese Zeitreise ist sogar noch unvollständig, denn ich habe mich tatsächlich nur auf die Kameras beschränkt, die nach dem Prinzip der Spiegelreflex-Technologie aufgebaut sind. Es sind damit auch die Kameras, mit denen ich auch tatsächlich gearbeitet und viel fotografiert habe. Und alle, auch die alten Schätzchen, funktionieren noch! Die anderen Kameras, die da eher aus Sammelleidenschaft oder per Zufall in meiner Vitrine gelandet sind, also die Agfa Box oder die Agfa Clack und andere bleiben heute mal außen vor. Mit einem Geschenk zur Kommunion fing es anweiterlesen