(Durchs) Objektiv betrachtet

Komet Neowise über dem Wartturm in Nierstein. (Foto: Andreas Lerg)

Neowise über dem Wartturm Nierstein

Nachdem am Freitagabend die Wolkendecke dicht war und ich spontan „Plan B fotografieren musste“ um nicht leer auszugehen, war es am gestrigen Samstag soweit. Wolkenlücken versprachen einen Blick auf den Kometen C/2020 F3, auch „Neowise“ genannt. Als Motiv für den Vordergrund hatte ich mir den Wartturm in Nierstein ausgesucht. Den passenden Standort hatte ich am Tag zuvor schon gefunden. Es ist ein Feldweg parallel zur „Kleinen Steig“ der Straße, die aus der Stadt hoch in Richtung Wartturm und Weinberge führt. Der Feldweg liegt hoch und bietet so einen guten Blick auf den Wartturm. Die Idee war, den Wartturm im Vordergrund des Bildes zu haben und den Kometen dahinter und darüber. Mitweiterlesen

Der Schlossturm in Schwabsburg. (Foto: Andreas Lerg)

Der Schlossturm in Schwabsburg – lass ihn kippen

Juli 19, 2020 Uncategorized

Eigentlich war ich am Freitag (17. Juli) abends losgezogen, weil ich auf Wolkenlücken spekuliert hatte. Ich hoffte, den Kometen C/2020 F3, auch „Neowise“ genannt vor die Linse zu bekommen und zwar in der Gemarkung Nierstein. Aber was soll ich sagen, wo tagsüber noch zwischen wenigen Wolken viel klarer Himmel zu sehen war, hatte es sich abends zugezogen und es war jetzt alles absolut dicht mit Wolken vollgepackt. Keine Chance zum Kometen-Schießen. Aber wenn ich jetzt schon einmal unterwegs war, dann wollte ich auch etwas fotografieren. Also bin ich nach Schwabsburg gefahren, um dort den Schlossturm, von manchen auch Rabenturm genannt, zu fotografieren. Und den Schlossturm müsste man korrekterweise Burgturm nennen, dennweiterlesen

C/2020 F3, auch "Neowise" genannt, über dem Taunus mit Nierstein im Tal im Vordergrund. (Foto: Andreas Lerg)

Auf der Jagd nach Neowise

Am Samstagabend, eigentlich eher Samstagnacht, war wir mit der Kamera in den Weinbergen mit Blick nach Nierstein. Wir? Nun ich habe mich mit Beate Fischer von Fotofischerei getroffen, denn wir hatten beide vor, den Kometen C/2020 F3, auch „Neowise“ genannt, zu fotografieren, wie wir im Austausch via Facebook Messenger festgestellt hatten. Warum also nicht zusammen losziehen und dieses seltene Himmelsereignis ins Visier nehmen und dabei ein wenig fachsimpeln. Das war ein sehr angenehmer Abend, denn normalerweise ziehe ich ja immer alleine los. Das Setup war das übliche, das auch für meine Fotos des Mondes zum Einsatz kommt. Also das AF-P Nikkor 70-300mm 1:4.5-5.6E ED VR auf meiner Nikon D750 und das Ganze natürlichweiterlesen

Das Windrad bei Wörrstadt habe ich gegen das "Restlicht" der untergegangenen Sonne fotografiert. (Foto: Andreas Lerg)

Windrad in der Abenddämmerung

Windräder in Rheinhessen gibt es mittlerweile in großer Zahl. Kritiker monieren, das im rheinhessischen Hinterland geradezu ein Wald von Windrädern steht. Diese umstrittenen Symbole der Energiewende geben durchaus auch gute Fotomotive ab. Und so bin ich am Dienstag, dem 7. Juli nach Wörrstadt gefahren, wo an der Autobahn A63 eine ganze Reihe von Windrädern stehen. Einige stehen relativ parallel nebeneinander und meine Idee war, diese zur goldenen Stunde, also im Sonnenuntergang zu fotografieren. Also habe ich meine  Nikon D750 mit wechselnden Objektiven – vom  AF-P Nikkor 70-300mm 1:4.5-5.6E ED VR über das Nikon 50mm 1.8 bis zum Yongnuo 35mm F2 – auf das Stativ gepackt und mich auf die Windräder eingeschossen. Auf dem Displayweiterlesen

Burgruine Landskrone zur Blauen Stunde

Endlich hat es geklappt! Endlich konnte ich die Burgruine Landskrone in Oppenheim zu Blauen Stunde fotografieren, also die Zeit der Dämmerung zwischen „Sonne weg“ und „ganz dunkel“. Laut der App Photopills, spannte sich dieser Zeitraum am Sonntagabend (28. Juni) von 22:05 bis 22:23 Uhr. wobei es noch etwas länger brauchbares „Büchsenlicht“ hatte und es erst ab 22:30 Uhr dann merkbar dunkel wurde. Dieses Mal war die Beleuchtung der Burgmauern endlich eingeschaltet. Und außerdem hatten wir einen halbwegs bewölkten Himmel, sodass eben dieser auch nicht einfach nur leer und langweilig war, sondern für einen guten Hintergrund und Inszenierung sorgte. Ich habe wieder Belichtungsreihen aufgenommen und zwar dieses Mal mit einer Abstufungweiterlesen

Der Kleine und oben drüber sozusagen der große Bruder. Ein Glückstreffer. (Foto: Andreas Lerg)

Glückstreffer – Das Segelflugzeug und der Große Bruder

Juni 25, 2020 Uncategorized

Kennt ihr dieses Geräusch, das moderne Segelflugzeuge machen, wenn sie durch die Lüfte zischen? Dieses leise Sirren oder Pfeifen? Gestern nachmittag saß ich auf meiner Terrasse und hatte die Kamera dabei. Eigentlich habe ich die Tiere fotografiert, die meinen Garten bevölkern. Da hörte ich genau dieses Geräusch. Ich habe die Kamera hochgerissen und da flog der Segler auch schon senkrecht über mich hinweg. Er tauchte über dem Walnussbaum auf und “zwei Schüsse“ später war er über dem Dach des Hauses verschwunden. Es waren Sekunden und die reichten wie gesagt gerade für zwei Auslösungen. Als ich danach die Bilder auf dem Display gecheckt habe, habe ich mich über diesen Zufalls- oderweiterlesen

Dieser Zaubgast besucht mich regelmäßig und ich glaube, es ist eine ganze Familie. (Foto: Andreas Lerg)

Das Kamikaze-Eichhörnchen und andere Gäste

Der Garten hinter meinem Haus … Also die Fläche hinter meinem Haus überlasse ich weitestgehend sich selbst. Ich bin eh nicht so der Typ englischer Zierrasen und Edelstauden. Es hat sich im Laufe der Jahre ein uriges Stück Natur entwickelt. Dieser kleine Dschungel hat zwei gewaltige Vorteile. Zunächst ist er ausgesprochen pflegeleicht. Außer einem Motorsägen- und Motorsensen-Massaker ein bis zwei Mal im Jahr tendiert der Pflegeaufwand gegen Null. Der größte Vorteil aber ist: Der Garten ist voller Leben Schmetterlinge und allerlei Insekten finden dort Schutz und Nahrung. Im Frühjahr zur Balzzeit singt mir eine Nachtigall schon seit vielen Jahren immer wieder die schönsten Schlaflieder. Aber auch allerlei andere Vogelarten vonweiterlesen

Mein „Spiegelreflex-Fuhrpark“ von früher bis heute. (Foto: Andreas Lerg)

Mal wieder so wie früher fotografieren

Juni 23, 2020 Uncategorized

Da liegt sie also auf dem Tisch, meine komplette „Spiegelreflex-Vergangenheit“, meine „Kamerageschichte“. Ich habe mal alle meine Schätzchen aus der Vitrine geholt. Und diese Zeitreise ist sogar noch unvollständig, denn ich habe mich tatsächlich nur auf die Kameras beschränkt, die nach dem Prinzip der Spiegelreflex-Technologie aufgebaut sind. Es sind damit auch die Kameras, mit denen ich auch tatsächlich gearbeitet und viel fotografiert habe. Und alle, auch die alten Schätzchen, funktionieren noch! Die anderen Kameras, die da eher aus Sammelleidenschaft oder per Zufall in meiner Vitrine gelandet sind, also die Agfa Box oder die Agfa Clack und andere bleiben heute mal außen vor. Mit einem Geschenk zur Kommunion fing es anweiterlesen

Uhrturm Oppenheim im Spiegel. (Foto: Andreas Lerg)

Spieglein Spieglein an der Wand …

Manche Bildideen entstehen spontan im Vorbeigehen. Wie beispielsweise diese. Nachdem ich gestern Abend zur Blauen Stunde schon wieder vergeblich zur Burgruine Landskrone hoch gedackelt bin – das Licht blieb wieder aus – habe ich mir auf dem Rückweg mal ein anderes historisches und beleuchtetes Bauwerk in Oppenheim vor die Linse genommen. Und dabei drängte sich dann auch diese Bildidee wie eingangs schon beschrieben ebenso spontan wie nachdrücklich auf. Das Bild habe ich aus der Hand mit hohem ISO-Wert fotografiert, das ging schneller, als das Stativ aufzubauen und solange daran herum zu drehen, bis der Betrachtungswinkel für das Spiegelbild des Oppenheimer Uhrturmes passt. Anzeige Blende: ƒ/2.8 Kredit: Andreas Lerg Kamera: NIKONweiterlesen

Sterne und der Große Wagen über der Landskrone

Wie ich in diesem Beitrag schon beschrieben hatte, wollte ich die Burgruine Landskrone eigentlich zur Blauen Stunde fotografieren. Also mit dem kurz nach dem Untergang der Sonne blau leuchtenden Himmel darüber und der von den Flutlichtern festlich angestrahlten Fassade. Ich stand also dort in Position, die Nikon D750 mit dem Sigma 14-24mm F2,8 DG HSM Art auf dem Stativ und wartete, „dass das Licht angeht, bevor das Licht ausgeht“. Leider wartete ich vergeblich, denn an diesem Abend wurde die Beleuchtung der Burg warum auch immer nicht eingeschaltet. Das „Thema Blaue Stunde“ habe ich dann recht spontan mit der Katharinenkirche umgesetzt, wie im oben verlinkten Beitrag beschrieben. Aber nun war ich doch schon mal vorweiterlesen