Sicher, Fotografieren ist für mich vorwiegend Hobby. Dennoch kommt die Kamera auch beruflich zum Einsatz. Das oft bei der lokalen Berichterstattung und das meistens bei spontanen Geschehnissen, bei denen der “offizielle” Fotograf der lokalen Tageszeitung nicht schnell genug vor Ort wäre.
So beispielsweise hier in diesem Beispiel bei einem Baustellenbrand in Dienheim. Es war schon kurz vor Mitternacht und ich wollte gerade zu Bett gehen, als ich hörte, dass die Feuerwehr sozusagen mit “der großen Musik” – also vielen Fahrzeugen – ausrückte. Also habe ich mir Kamera und Notizblock geschnappt und bin hinterher gefahren.

Bei Feuerwehreinsätzen ist Licht zum Glück selten das Problem, denn die Floriansjünger haben heutzutage reichlich Licht dabei.
Vor Ort muss man fotografieren, was da ist und wie man es vorfindet, denn man ist nur noch “optischer Zeitzeuge” und kann ein Motiv nicht großartig gestalten, wie man es bei der kreativen Fotografie kann. Als Bildberichterstatter hat man gerade bei einem Einsatz von Rettungskräften gefälligst nicht im Wege zu stehen. ich weiß wovon ich rede, da ich selbst in einer Rettungsorganisation tätig bin.

Das Blaulicht auf den Feuerwehrautos sorgt für das dramatische Effektlicht, die Arbeitsleuchten liefern genug Licht für brauchbare Bildergebnisse ohne Blitz.
Bei solchen Szenen den Blitz auf die Kamera zu packen, ist sinnlos. Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind sowohl die Einsatzkleidung als auch die Feuerwehrfahrzeuge mit Reflexstreifen ausgestattet. Die Kamera misst auf die dunkle Szene, der Blitz wird aber von diesen Reflexstreifen reflektiert und schießt die Belichtung des Bildes ab. Weiß gleißende, ausfressende Lichter statt eines gut belichteten Bildes sind die Folge. also ISO-Zahl nach oben korrigieren, Blitz in der Tasche lassen und mit dem vorhandenen Licht fotografieren.

Das hier ein rücksichtslos an der engsten Stelle geparktes Auto den Feuerwehr-Einsatz behindert, darf man auch mal zeigen.
Ich habe direkt nach dem Einsatz vor Ort sowohl Bilder als auch Text fertig gemacht und auf Verdacht und ohne Auftrag an die Allgemeine Zeitung geliefert. Als freier Mitarbeiter kann ich solche spontanen Ereignisse liefern, ohne das vorher mit der Redaktion zu besprechen, wie auch! Der Frühdienst hat das direkt morgens um sieben Uhr mit Bild auf die Webseite genommen und tags drauf war es auch in der Printausgabe. Ich kam in dieser Nacht zwar sehr spät ins Bett, aber es hat sich gelohnt, denn es war ein guter Artikel mit guten Bildern.